Frauen auf SPD-Feier mit K.o.-Tropfen vergiftet: “Ungeheuerlicher Vorgang”


“Auf unserem Sommerfest gab es offenkundig Angriffe auf Kolleginnen mit K.-o.-Tropfen. Dies ist ein ungeheuerlicher Vorgang, der unsererseits sofort bei der Bundestagspolizei gemeldet wurde”, schrieb der Fraktionsgeschäftsführer Mathias Martin an die Abgeordneten der Sozialdemokraten. Die Fraktion empfehle möglichen weiteren Betroffenen, “dies unverzüglich bei der Polizei zur Anzeige zu bringen.” Der “Tagesspiegel” zitierte aus einem parteiinternen Chat, in dem von acht Betroffenen die Rede war.

“Sind alle entsetzt”

Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion, Katja Mast, erklärte: “Wir sind alle entsetzt und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um diesen unglaublichen Vorgang aufzuklären.” Sie riet den Betroffenen ebenfalls, Anzeigen zu erstatten. Die Fraktionsführung sei für diese jederzeit ansprechbar.Am Samstag antwortete ein Sprecher der SPD-Fraktion auf die Frage, ob die betroffenen Frauen womöglich Opfer weiterer Straftaten wie etwa Diebstahl geworden seien: “Uns ist nicht bekannt, dass es noch zu weiteren Straftaten kam.” Auch die Polizeisprecherin sagte, es gebe keine Erkenntnisse über weitere Straftaten, auch nicht zu etwaigen sexuellen Übergriffen.Die SPD-Bundestagsabgeordnete Ariane Fäscher war beim Fest. Sie sagte der “Märkischen Oderzeitung”: “Ich habe vor Ort nichts gemerkt. Auch niemandem von meinen Mitarbeitenden ist etwas aufgefallen.” Sie wünsche sich, dass der Vorfall “transparent und schonungslos” aufgeklärt werde. “Solch ein Fest findet in einem recht vertrauten Rahmen statt. Umso erschreckender ist es, wenn man sich dabei nicht mehr sicher fühlt.”

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